Baulücken-Management

Unsere Städte wachsen an ihren Rändern, statt in ihrem Inneren, obwohl es richtiger ist, im Zentrum ein funktionierendes Gefüge zu garantieren und die dort ohnehin vorhandenen Potentiale auszuschöpfen. Das Ziel ist es, die Bevölkerung hierfür zu sensibilisieren und möglichst viele Schließungen innerstädtischer Baulücken reibungslos zu erreichen.

Mit dem Baulücken-Management soll auf unansehnliche Baulücken und andere Brachen in Hamburg und anderswo aufmerksam gemacht werden, mit dem Ziel, solche im städtebaulichen Interesse zu schließen.

Baulücken bestehen oft sehr lange, weil die Eigentümer von den sehr hohen Planungs- und Bauprozessanforderungen zurückschrecken. Auch wirtschaftliche, rechtliche oder persönliche Gründe können vorliegen. Mit dem Baulücken-Management bieten wir diesen Eigentümern unsere Unterstützung an, indem wir auf die entsprechenden Problemfelder eingehen.

Baulücken sind meistens nicht nur leer stehende Grundstücke, sondern werden mitunter durch Baracken aus der Nachkriegszeit oder durch parkende Autos besetzt. Dadurch fehlt diesen Grundstücken die städtebauliche Einbindung und somit das notwendige soziale Gefüge. Auf diese nur wenig ausgenutzten urbanen Flächen, die das Wachstum negativ beeinflussen, wollen wir aufmerksam machen, denn sie können belebt werden.

Da nicht alle Baulücken gleichzeitig bebaut werden können, ist es sicherlich sinnvoll, auch über kostengünstig realisierbare Konzepte nachzudenken. Baulücken oder brachliegende Grundstücke können z.B. dem zu öffentlichen Freiraumanteil (Parks, Kinderspielplätze, Ruhezonen, etc.) der Stadt hinzugezogen werden, wodurch die Lebens- und Wohnqualität der Bewohner verbessert werden kann. In diesem Zusammenhang sind Gestattungsvereinbarungen zur temporären Nutzung von Baulücken denkbar.

Aus ökologischer wie auch aus ökonomischer Sicht ist eine Verdichtung des Siedlungsraumes wünschenswert, da z.B. durch kürzere Wege die Verkehrsbelastung sinkt. Zudem treten Synergieeffekte auf: die Kosten für Verkehrsbauten, Wasserver- und Entsorgung werden von einer größeren Zahl Bewohner getragen; somit sinkt der individuelle finanzielle Aufwand.

www.bauluecken-management.de
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